Suchtprävention

Suchtprävention ist vielschichtig und nicht allein an Schule gebunden. Dennoch: der Schule kommt unserer Meinung nach eine besondere Rolle zu, denn hier verbringen Schüler gemeinsam einen wesentlichen Teil ihrer Zeit, hier entstehen Freundschaften und Erfolge, große Erwartungen und Enttäuschungen. Zu einer gelungenen Suchtprävention gehört daher nicht nur eine reine Aufklärung über die fatalen Folgen des Drogenmissbrauchs, sondern eine ständige, aufmerksame Begleitung der Jugendlichen in ihrem sozialen Werdegang. Unser Ziel ist es, die Schüler so stark zu machen, dass sie keine Drogen brauchen – denn: Drogen sind schlimm genug, aber sie allein machen nicht süchtig.

Konfliktlösung Klassen 5/6

Was haben Konfliktlösung und Gewaltprävention mit Suchtvorbeugung zu tun? Nach unserer Überzeugung ist ein sinnvoller Umgang mit Konflikten in der Schule der erste und unerlässliche schulische Schritt einer Suchtvorbeugung. Denn: Sucht entsteht im Dreieck von Person – Droge – sozialer Umwelt. Es kommt entscheidend darauf an zu lernen, mit Frustrationen und Enttäuschung, aber auch mit Gruppendruck selbstbestimmt und konstruktiv umzugehen. Der Übergang in die Beobachtungsstufe des Gymnasiums ist für die Kinder mit einer Neuorientierung verbunden. In einer neuen Klasse auf einer neuen Schule verändert sich vieles, die Schüler müssen sie ihren Platz finden und möglicherweise mit Ängsten umgehen. Konflikte, Streit und der Umgang damit gehören dazu. In den Klassenstufen 5/6 erarbeiten wir mit den Schülern Wege, Konflikte ohne Gewalt auszutragen. Dazu gehören unter anderem

  • Vom Elternrat initiierte Info-Abende zum Projekt FIT FÜRS LEBEN, die viele Eltern in Anspruch nahmen.
  • In der Beobachtungsstufe greift man regelmäßig zum Instrument des Stuhlkreises, um Konflikte zu erörtern und gemeinsam Lösungen zu finden.
  • Mit dem in den Unterricht integrierten Lions Quest Programm fördern wir soziale und kommunikative Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.
  • Unsere Patenschüler sind Ansprechpartner in Konfliktsituationen. Die Patenschüler werden zu Beginn des Schuljahres als Streitschlichter fortgebildet.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 besuchen alle 6. oder 7. Klassen die Veranstaltung “Nichtrauchen ist cool” am UKE.


Selbstbewusstsein und innere Stärke können einen späteren Griff zu Drogen verhindern. Das ist Ziel in den Klassen 5/6.


Suchtprävention Klassen 7/8

In dieser Klassenstufe beschäftigen wir uns zu Beginn des 2. Halbjahres fächerübergreifend mit der Thematik. Hier kommt es uns zentral darauf an, Schüler vorzubereiten auf die Veränderungen in diesem wichtigen Lebensabschnitt und den Versuchungen, denen sehr viele begegnen werden.
Der Unterricht erfolgt in drei Abschnitten:

1. Süchte im eigenen Leben – kann ich verzichten? (Klassenlehrer / Deutschunterricht)
Mit vielen Süchten verbinden wir durchaus gute Seiten, weil sie Menschen Genuss und Unterhaltung bringen: Nasch-, Fernseh-, Spiel-, Sammel-, Kosumsucht etc. Manches mag harmlos verschroben sein, manches überschreitet vielleicht schon die Grenze zu einer (psychischen) Abhängigkeit. Die Schüler sollen sich selber eine Sache / Handlung / … überlegen, auf die sie für einen Zeitraum von 7-10 Tagen verzichten. Die genaue Auswertung erfolgt anonym. Die Schüler sollen lernen, dass „Sucht“ kein abstrakter Begriff im Kontext handfester Drogen ist, sondern Mechanismen beinhaltet, die wir alle kennen.

2. Drogensucht – Drogenkunde (Biologie)
Gerade in dieser Altersstufe interessieren sich nahezu alle Schüler für die Wirkungen und Gefahren bekannter und konkreter Drogen: Alkohol, Nikotin, Marihuana, Opium, Heroin, Ecstasy etc… Die Kenntnis der Drogen hat einen hohen Stellenwert für die Prävention, um ganz konkret zu warnen und bestimmte Verharmlosungen einschätzen zu können. Die Ergebnisse präsentieren die Schüler z.B. in Form von Plakaten.

3. In der Versuchung (Klassenlehrer / Deutschunterricht)
Wann und warum genau kommt es eigentlich zum Griff nach einer Droge? Die Schüler spüren im wahrsten Sinne des Wortes den Gründen nach, indem typische Situationen der „Versuchung“ in Rollenspiele umgesetzt werden. Ob auf einer Party, vor der Schule mit Freunden oder woanders: die Szene, in der es zum Griff nach der Zigarette / dem Joint / … kommt, wird eingefroren und mit den Schülern besprochen. Ziel ist hierbei, Handlungsstrategien für die eigene Entscheidung gegen Drogen zu gewinnen.

4. Ein wichtiger weiterer Bestandteil ist die Einladung von Referenten, u.a. anonyme Alkoholiker oder ehemalige Drogenabhängige des „Come In“, die authentisch mit den Schülern über Sucht sprechen.

5. Seit 2012 kommt außerdem für die 7. Klassen ein Theaterstück zum Thema Alkohol auf die Bühne. In direkter Sprache vermitteln professionelle Schauspieler den Jugendlichen dieses Thema. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler auf kreative Weise zu einem verantwortungsvollen Umgang sensibilisiert werden. Anschließend findet eine Nachbereitung des Schauspiels statt.

 
 

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