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Traumberuf Lektorin?

Mein Praktikum beim mareVerlag

Ich habe mein Praktikum im mareVerlag gemacht, einem kleinen Verlag, der in der Speicherstadt direkt an einem Fleet liegt. Das passt natürlich gut, denn in der von mare produzierten Zeitschrift und auch in den dort erschienenen Büchern spielt Wasser bzw. das Meer immer eine zentrale Rolle.

Meine drei Wochen Betriebspraktikum verbrachte ich in der Buchredaktion, wo ich Aufgaben bekam,  zum Beispiel das Lesen eines frisch übersetzten Buches, welches zu dem Zeitpunkt noch lektoriert wurde, später habe ich mir auch die korrigierte Fassung angesehen, um zu lernen, was normalerweise so verbessert wird. Dann habe ich Texte für die Rückseite des Buches und den Katalog, in dem die Bücher vorgestellt werden, geschrieben und Vorschläge für den Preis oder die Bewerbung des Buches gemacht. Am Ende durfte ich sogar einige Manuskripte lesen und entscheiden, ob ich diese Bücher veröffentlichen würde. Mare ist nämlich ein kleiner Verlag und veröffentlicht jeweils im Frühjahr und im Herbst, zu den Buchmessen, nur 10 bis 15 Bücher. 

Der Verlag erinnert von der Größe her eher an eine Wohnung, aber auch wegen der freundlichen Behandlung und der schönen Atmosphäre fühlte ich mich dort bald ein bisschen zu Hause.

Alle Mitarbeiter duzen sich und vor 10 Uhr fängt kaum jemand an zu arbeiten.  Dadurch war ich natürlich auch spät zu Hause, obwohl ich schon um 15 Uhr aus der Tür ging. 

Dadurch, dass der Verlag so klein ist, kennt jeder jeden und alle arbeiten viel zusammen. Ich habe in der Zeit alle Abteilungen, die sich um die Bücher kümmern, kennengelernt und auch über die Zeitschrift viel mitbekommen, da ich in einem Büro mit Jan und Wiebke saß, die sich damit beschäftigen. Außerdem konnte man immer, wenn man gerade nichts anderes zu tun hatte, eine Zeitschrift oder ein Buch ausleihen, denn die Wände standen voll mit Regalen damit.

Das Praktikum bei mare hat mir wirklich gut gefallen, ich bin sehr froh, dass ich die Chance bekommen habe, einen Verlag von innen kennenzulernen und an einem kleinen Verlag kann man natürlich viel besser sehen, wie alles zusammenhängt und in verschiedene Abteilungen hinein schnuppern. Ich denke, dass ich gerne Lektorin werden möchte, denn es verbindet zwei Dinge, die ich sehr viel und gern mache: Lesen und schreiben. Dafür studiert man meistens Germanistik oder etwas Ähnliches, allerdings ist das auch nicht zwingend, eine Kollegin von mir hat z. B. Landwirtschaft studiert.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war der lange Weg. Ich konnte mich kaum daran gewöhnen, täglich drei Stunden in der Bahn und im Bus zu sitzen, wenn man wirklich dort arbeitet, muss man zusätzlich auch noch zu Hause Texte für die Arbeit lesen. Trotzdem weiß ich jetzt auf jeden Fall, dass ich so etwas später einmal machen will, das Praktikum hat mich in meinem Wunsch, Lektorin zu werden, bestätigt.

 
 

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