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„Freundschaft!"

Wie das 3. Profil, S1, Einblicke in das Leben in der DDR bekam

 

Wir, das Profil 3/S1, bekamen am 29. Januar 2018 Besuch vom Zeitzeugen Jörg Stiehler, der uns erzählte, wie er in der DDR aufgewachsen ist. Zuvor hatten wir uns im Geschichtsunterricht zusammengesetzt, um Fragen zu entwickeln und waren alle gespannt auf die Antworten und Erzählungen von jemandem, der das, womit wir uns im Unterricht schon länger auseinandersetzen, wirklich miterlebt hatte.

Für das Gespräch machten wir es uns mit Tee und Kuchen gemütlich und hörten Herrn Stiehlers Erzählungen zu.

Zunächst stellte er sich vor: Er lebte zu DDR-Zeiten in Dresden und war zum Zeitpunkt des Mauerfalls 16 Jahre alt. Ein großer Teil seines Vortrags nahm das Thema Schule ein, welche er als militärisch geprägt in Erinnerung hatte. Dabei schockte uns vor allem, dass im Rahmen des vormilitärischen Sportunterrichts Handgranatenweitwurf ausgeübt wurde. Wie der Unterricht damals gestaltet wurde, erlebten wir sogar selbst: Herr Stiehler forderte uns forsch auf aufzustehen und rief „Für Frieden und Sozialismus. Freundschaft!“, wir antworteten daraufhin lautstark im Chor mit „Freundschaft!“. So begann zu Herrn Stiehlers Schulzeiten in der DDR jede Unterrichtsstunde, was für uns unvorstellbar war und uns einerseits lächerlich, andererseits aber auch beklemmend vorkam. Neben vielen anderen Themen, wie Alltag, Mangelwirtschaft und Überwachung, berichtete Herr Stiehler außerdem sehr ausführlich und anschaulich von seiner Flucht in die BRD im Oktober 1989 über die damalige Tschechoslowakei, Ungarn und Österreich.

Insgesamt war das Zeitzeugengespräch eine sehr interessante Erfahrung für das Geschichtsprofil und hat unsere Vorstellung vom Leben in der DDR umfangreich erweitert.

 
 

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