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Dem Verbrechen auf der Spur

Ein biologischer Ausflug: Der genetische Fingerabdruck

 

Jeder von uns besitzt einen einzigartigen genetischen Fingerabdruck. Auf unserer Exkursion haben wir erfahren, wie man damit einen Täter überführen oder auch einen Vaterschaftstest durchführen kann. Am 14.12.17. unternahmen Schüler aus dem 11. und 12. Jahrgang im Zuge des Biologieunterrichts im 2. Profil eine Exkursion. Zielort war das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, um dort mehr über den genetischen Fingerabdruck zu erfahren.

Dort wurden wir von den Mitarbeitern empfangen. Nach einer kurzen Einführung fing es direkt an. Mit Laborkitteln ausgestattet, gingen wir ins Labor. Ein Biologe wiederholte mit uns den theoretischen Hintergrund der Versuche und beschrieb uns deren Durchführung. Ziel der Versuche war es, den Täter eines fiktiven Mordes zu ermitteln. Zunächst mussten wir jedoch lernen, mit den speziellen Pipetten, die extra für sehr geringe Probenmengen geschaffen sind, umzugehen. Dazu führte jeder von uns einen kleinen Probeversuch durch. Dabei lernten wir auch gleich die Bedienung der Zentrifuge kennen. Und schon ging es an die Vorbereitung der Gelelektrophorese. Dazu haben wir unterschiedliche DNA-Proben präpariert, indem wir unter anderem spezielle Enzyme hinzugaben. Diese Enzyme (Restriktionsenzyme) zerschneiden ausgewählte Teile der DNA in unterschiedlich lange Fragmente, deren Länge sich von Individuum zu Individuum unterscheidet. Während die Proben in einem Wasserbad ruhten, bereiteten wir das Gel für die Gelelektrophorese und die weiteren Materialien für den Versuch vor. Als Nächstes mussten wir das Gel in das Versuchsbehältnis füllen, wobei wir kleine Taschen im Gel erzeugten.  Dort hinein pipettierten wir die Proben. Nun wurde eine Spannung an das Versuchsbehältnis angeschlossen und die unterschiedlich großen DNA-Fragmente bewegten sich von dem negativen zum positiven Pol durch das Gel, wobei größere DNA-Fragmente langsamer waren als kleinere. Nach einer gewissen Zeit wurde die Spannung entfernt. Die einzelnen DNA Fragmente mussten jedoch zunächst noch sichtbar gemacht werden. Dies geschah mithilfe eines radioaktiven Stoffes, der die DNA Fragmente einfärbte. Dadurch ließ sich ein spezifisches Bandenmuster erkennen, mit dem wir den „Täter“ erfolgreich ermitteln konnten.

Es war sehr interessant, Experimente mit professionellem Laborequipment selbst durchzuführen und diese kennenzulernen. Die Exkursion hat viel Spaß und uns alle um eine Erfahrung reicher gemacht. 

 
 

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