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"Krankheit heißt nicht ins Zimmer eingesperrt zu sein"

Das neue Kinder-UKE

Weiße und kahle Wände, ein endlos langer Flur der gefühlt bis ins Nichts führt, das Essen ungenießbar, Eltern meist meilenweit entfernt und erst dieser Geruch. Wer kennt es nicht? Wenn man im Krankenhaus ist und einfach so schnell wie möglich wieder nach Hause möchte.                                                                                                                         Wenn man das Wort Krankenhaus hört, denkt man meist an all diese Sachen und nicht an einen Ort, wo einem geholfen wird, wo sich Menschen um dich kümmern und alles zu deinem Besten tun. Ein Ort, der wie ein zweites Zuhause sein kann. Genauso soll es ab September in der neuen Kinderstation des UKE sein. 

Wir waren auf einer Pressekonferenz für Schülerzeitungen aus ganz Hamburg und haben viel über das neue Projekt erfahren und durften sogar selbst schon einmal in das neue Haus hineinschauen. Mit uns zusammen warteten noch ungefähr 15 weitere Schüler darauf, dass es losging. Ungefähr um 16:30 wurde uns dann die Tür zum Raum der Konferenz geöffnet und nachdem sich alle gesetzt hatten, wurden wir von Petra Gilb-Julié begrüßt. Sechs der wichtigsten Personen des Projektes waren anwesend und jeder war für einen einzelnen Bereich zuständig. So erfuhren wir die verschiedensten Sichten und Informationen über das Projekt.                                                                                                                            Zuerst erzählte uns Herr Schoppik, der kaufmännische Direktor, ein paar generelle Fakten zur Entstehung des Kinder-UKEs zum Beispiel, dass es seit 2006 in Planung ist, doch erst 2014 fiel die endgültige Entscheidung zum Bau. Dadurch konnte das Hauptziel erreicht werden, dass darin bestand ein „Zuhause“ für alle Kinder zu schaffen. Schon ab vor der Geburt bis hin zum 21. Lebensjahr werden dort Kinder mit den verschiedensten Krankheiten unter einem Dach behandelt. Dies war für alle Beteiligten sehr wichtig, da man nun keine langen Wege mehr zurücklegen musste um beispielsweise zum OP oder Röntgen zu kommen.                                Frau Muntau, die ärztliche Leiterin, klärte uns dann über die vielen Vorteile des Kinder-UKEs auf. Um alle Wünsche der Kinder zu erfüllen, starteten sie eine Umfrage um herauszufinden, was ihnen den Aufenthalt verschönern würde. So kam es, dass es letztendlich 23 Räume zum Spielen und Vergnügen gab, die jeweils auf die unterschiedlichen Altersgruppen und somit Interessen abgestimmt waren. Dadurch wurde den Kindern ein Raum geschaffen, in dem sie ihren Freiraum von Ärzten und Krankenschwestern hatten. Außerdem sollte es den Eltern möglich sein, auch spontan bei ihren Kindern zu übernachten. Um das Gefühl von Zuhause zu verstärken, gab es drei Kochplätze, wo sie ihr Essen selbst kochen und als Familie essen konnten, anstatt in die Cafeteria zu gehen. Auch die Schule sollte nicht vernachlässigt werden, weshalb es ein Schulzimmer gab. „Krankheit heißt nicht, ins Zimmer eingesperrt zu sein“,  so Frau Muntau. Deshalb wurden auf dem Dach drei Terrassen gebaut zum Entspannen und Luftholen. Vor allem Teenagern war ein gutes WLAN wichtig. Und auch dieser Wunsch wurde ihnen erfüllt, wie uns Frau Spahl, die Pflegeleitung mitteilte. Zu den 22.000 m2, die das Kinder UKE insgesamt umfasst, gehören auch die deutlich größeren Zimmer, die alle mit einem eigenen Badezimmer ausgestattet sind. Von den extra großen Fenstern hat man einen tollen Ausblick in den Innenhof in dem die 127 Jahre alte Buche steht. Diese Buche findet man im Logo des Kinder-UKEs wieder.                                                                                            Einer der wichtigsten Punkte war, dass es eine extra Notaufnahme für die Kinderstation gibt, von der man direkt in die Kinderstation aus hineingehen kann, so dass man nicht erst das ganze Gelände überqueren muss. 

Nachdem die Pressekonferenz vorbei war, bekamen wir noch eine Führung über die Baustelle und konnten uns alles schon einmal angucken und so nachvollziehen, was uns vorher erzählt wurde. Nebenbei erzählte uns Herr Deuter noch weitere Fakten über den Bau. 

Da wir jetzt wissen, was alles gebaut wird, bzw. schon fertiggestellt wurde, fragt man sich ja auch, was der ganze Spaß kostet. Da die Stadt nur 20 Millionen beisteuert, was eigentlich viel zu wenig ist, und das UKE nur 26 Millionen investieren kann, zählt das UKE auf die Hilfe und Spendenbereitschaft der Hamburger. Dadurch sollen am Ende 69,5 Millionen Euro zusammenkommen. Um die 23,5 Millionen zu knacken, müsste jeder Hamburger nur 2 Euro spenden. Also rafft euch auf und tut etwas für die Gesundheit Hamburger Kinder, also auch für euch. 

Wenn wir jetzt euer Interesse geweckt haben und ihr euch das alles auch angucken möchtet, noch bevor die Station am 26.09.2017 in Betrieb genommen wird, kommt doch einfach am 16.09.2017 ins Kinder-UKE zum Tag der offenen Tür.

 
 

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