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Von einer anderen Seite durch die Gläser gucken

Der Boys' and Girls' Day 2017

Am Donnerstag, den 27. April, fand an Schulen in ganz Hamburg der „Boys' and Girls' Day“ statt. Falls ihr nicht wisst, was das ist: Es ist ein Tag, an dem Schüler eine Art eintägiges Praktikum machen können. Sie suchen sich einen Beruf aus und schnuppern dort für einen Tag hinein. Speziell am „Boys' and Girls' Day" ist, dass sich Jungen möglichst einen eher frauentypischen Beruf aussuchen und Mädchen dementsprechend eher einen Männerberuf erkunden. Ich berichte heute darüber, wo ich war und wie mein Tag verlief. 

Ich verbrachte meinen Tag beim Optiker Apollo im Alstertal Einkaufszentrum.

Ich konnte mich glücklich schätzen, denn ich musste erst um 10 Uhr dort sein. Als ich ankam, wurde ich freundlich von einem Mitarbeiter begrüßt und erstmal in die Werkstatt geführt. Nach kurzer Zeit kam seine Kollegin und wies mich kurz ein. Sie erklärte mir, wie der Laden aufgebaut ist und zeigte mir alles, die Geräte und die Werkstatt, in der auch noch Geräte standen. Allein das war schon sehr interessant. Danach hat die freundliche Dame erst einmal meine Augen getestet. Also vermessen, welche Stärke meine Augen haben. Dann wurde die Stärke in meinen Brillengläsern vermessen. Ich durfte auch meine Brille in dem Ultraschallbecken säubern. 

Mir wurde auch erklärt, dass Optiker eigentlich keine Verkäufer sind, als welche sie häufig angesehen werden, sondern Handwerker. Sie werkeln an Brillen genauso wie ein Automechaniker in einer Werkstatt an einem Auto. Ich durfte auch am eigenen Leib erfahren, wie anstrengend und frickelig die Arbeit der Optiker ist. Nämlich, als ich die Nasenpads aus einer Brille heraus klicken und dann andere einfügen sollte. Das war noch in Ordung, aber dann sollte ich bei einer anderen Brille die Nasenpads herausschrauben, das heißt, millimeterkleine Schrauben lösen, um die Pads aus der Brille zu bekommen. Nachdem ich die aus Gummi bestehenden Nasenpolster dann herausgelöst hatte, sollte ich sie wieder hineinschrauben und das war mindestens genauso frickelig wie das Herausdrehen. 

Als das geschafft war, wurde mir erklärt, wie die Form der Brillengläser entsteht: Sie kommen ,,roh“ an, das heißt, als runde Glasscheibe, und müssen dann in die entsprechende Form gearbeitet werden, damit sie in die Brille passen. Dazu werden erst einmal kleine Plastikscheiben verwendet, auf die dann die Brille gelegt wird. Dann wird einmal um ein ,,Auge“ herum gezeichnet. Diese Form wird danach mit einer Zange ausgeschnitten und  mit einer Handfeile in die richtige Grundform gefeilt. Dann wird diese Form auf das Glas übertragen und das Glas geschliffen. Schon ist das Glas fertig. Ich habe mehrere Versuche gebraucht, um das wenigstens annähernd zu schaffen. Danach hatte ich zum Glück erst einmal Mittagspause. Nach der Pause ging es dann daran, Waren einzusortieren, da neue Gläser und Brillen geliefert wurden. Erst einmal sollte ich die Gläser den richtigen Brillen zuordnen. Jede hatte eine bestimmte Nummer und die war bei den Gläsern dann natürlich identisch, wenn sie zu der entsprechenden Brille gehörten. Als ich damit fertig war, sollte ich Brillen ,,ausstellungsreif“ machen. Das bedeutet, das Preisschild anzukleben und, wenn nötig, ein paar extra Aufkleber, die nur auf bestimmte Brillen kamen. Das hat mir eigentlich Spaß gemacht bzw. war nicht ganz so langweilig. Nachdem alle Brillen fertig waren, war es auch schon 15 Uhr und mein kleiner Arbeitstag war vorbei. Ich sollte noch einen Bewertungsbogen ausfüllen und habe noch ein bisschen Schokolade und Gummibärchen mitbekommen, sozusagen als Abschiedsgeschenk.

Mir hat der Tag sehr gut gefallen, da ich mal einen tieferen Einblick in den Beruf eines Optikers bekommen habe. Es war sehr interessant und informativ. Meine „Kollegen“ waren sehr nett und ich hatte auf jeden Fall Spaß.

Noah Wiring

 
 

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