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Warum lesen Jugendliche und Erwachsene weniger?

Na? Schon gelesen?

 

Viele von uns lesen nicht mehr so viel, wie unsere Eltern oder Großeltern früher. Dies ist auf der einen Seite sehr schade, doch sich einfach vor den Fernseher zu setzen, ist natürlich viel gemütlicher.

Einige von uns finden es immer noch sehr schön vor dem Schlafengehen ein paar Seiten in einem fesselnden Buch zu lesen, doch warum tun es nicht mehr so viele? Wir haben zum Thema: "Warum lesen Menschen weniger und was machen sie stattdessen?" eine Umfrage unter Schülerinnen und Schülern am HHG gemacht. 

Dabei haben wir herausgefunden, dass eigentlich sehr viele Kinder und Jugendliche gerne lesen, doch nur ein Drittel der Befragten liest regelmäßig. 

Das liegt vor allem daran, dass einfach die Zeit fehlt: ,,Ich würde sehr gerne mehr lesen, habe aber durch die Schule und anderer Verpflichtungen einfach zu viel zu tun.“, sagt eine Schülerin der 11. Klasse. Vielen geht es so, sie würden gerne mehr lesen, aber es fehlt ihnen Zeit und manchmal auch der Ansporn. ,,Ich nehme mir immer vor mehr zu lesen, allerdings klappt das nur mit Büchern, die mich richtig fesseln.“ - so ein Schüler der 6. Klasse, ,, Viele Bücher sind aber einfach langweilig, da macht es einfach keinen Spaß.“

Andere Schüler wiederum lesen fast gar nicht, hier und da mal was für die Schule oder eine Zeitschrift, das war es aber auch schon.

Durch die heutige Präsenz anderer Mediennutzung haben Bücher für viele einfach ihren Reiz verloren. Warum eine Geschichte lesen, wenn man sie auch sehen oder hören kann? ,,Ganz einfach,“ sagt eine Schülerin der 6. Klasse, ,, wenn ich lese, kann ich mir die Personen und die Umgebung vorstellen, ich kann meine eigene Vorstellung einer Welt erschaffen, ohne irgendwelchen Vorgaben zu folgen, kann mich in eine Person hineinversetzen. Ich finde, das ist schöner, als immer nur Dinge vorgegeben zu bekommen, obwohl das auch manchmal ganz entspannend ist.“ 

Letztendlich haben wir herausgefunden, dass immer noch sehr viele Kinder und Jugendliche dem Lesen nicht abgetan sind, manchmal braucht es zwar seine Zeit, um in ein Buch reinzukommen, doch hat man erst einmal ein spannendes gefunden, fällt es sehr schwer, es wieder aus der Hand zu legen.

Jugendlich lesen nicht mehr so viel, da es mittlerweile viele Alternativen gibt. Jungs sitzen höchstwahrscheinlich am Computer und spielen GTA und Mädchen gucken sich vielleicht Tutorials über schöne Nägel an.

Die Deutschen sagen, dass Lesen grundsätzlich wichtig ist, doch jeder vierte Mensch in Deutschland hat noch nie ein Buch gelesen und wird es auch nicht tun. Um diese Daten herauszufinden, hat die Studie „Lesen in Deutschland 2008“ mehr als 2500 Jugendliche und Erwachsene über ein ganzes Jahr befragt. 

Die Studie hat alle Leser zusammen in sechs verschiedene Gruppen aufgeteilt. 25% aller Deutschen finden das Lesen mühevoll und sind nicht besonders begeistert vom Lesen. Weitere 24% sind vom Lesen überaus begeistert und müssen vor dem Schlafengehen noch ein paar Seiten in ihrem spannenden Buch lesen. Zum einen gibt es die „Gelegenheitsleser“, sie haben in den letzten acht Jahren um sechs Prozent abgenommen.

12% der Menschen in Deutschland kann sich nicht entscheiden, ob sie lieber am Computer sitzen und spielen oder ob sie lieber ein Buch lesen. Viele Deutsche lesen ihr Buch auch nur, wenn sie in der Bahn oder im Bus sitzen oder nur, wenn sie zur Arbeit und zurück fahren.  

Ein geringer prozentualer Anteil von 11% der Menschen in Deutschland vermeidet die Computer in jeder Hinsicht. Sie besitzen bewusst keinen Computer. Darunter sind acht Prozent der Bevölkerung von Deutschland, die gar keine Medien empfangen wollen. Von den 11% ohne Computer lesen Frauen mehr Romane und Männer bevorzugen eher Zeitschriften.

Wir beide haben uns lange mit dem Thema beschäftigt. Uns ist aufgefallen, dass wir nicht ohne Bücher könnten, aber es auch mal ganz nett finden, wenn man sich gedankenlos auf das Bett setzen kann, um seine Serie weiter zugucken. Wir beide sind begeisterte Leserinnen, oftmals schaffen wir ein Buch pro Woche und dies ist auch nötig, denn es wollen noch viele Bücher von uns gelesen werden.   

 
 

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