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Lieblingsberuf Lehrerin

Ein Interview mit Frau Frenzel

 

HHG: Vielen Dank erst einmal, dass Sie sich die Zeit für uns genommen haben.

Frau Frenzel: Gerne.

Als erstes würden wir Sie bitten, sich kurz vorzustellen.

Ich bin Sarah Frenzel, ich bin 35 Jahre alt, ich komme gebürtig aus Münster, bin aber schon sehr lange in Hamburg. Ich habe hier Abitur gemacht und studiert habe ich auch in Hamburg, und zwar die Fächer Mathematik und Biologie. Später habe ich noch eine Zusatzausbildung zur Theaterlehrerin gemacht, sodass ich jetzt auch bis Jahrgang 10 Theater unterrichten darf. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder, die sind ein und drei Jahre alt, und bin jetzt nach meiner Elternzeit hier an die Schule gekommen. Ich habe vorher woanders unterrichtet, aber wir sind umgezogen und da war die Entfernung einfach zu weit. Dann habe ich mich schlau gemacht, was für Schulen in meiner neuen Wohnumgebung sind, und da hat mich diese Schule hier am meisten angesprochen. Und das hat dann ja auch geklappt, dass ich herkomme.

Das ist ja schon mal ein Kompliment an unsere Schule.

(lacht)

Die nächste ist vielleicht sogar die anspruchsvollste Frage. Würden Sie uns drei lustige Fakten über Sie verraten?

Oh, drei lustige Fakten. Ob das jetzt alles so lustig ist, weiß ich nicht, aber ich esse unheimlich gerne Schokolade, ich trinke leider deutlich mehr Kaffee, als ich eigentlich dürfte, und manchmal bin ich ein bisschen tollpatschig. Also ich lasse auch gerne Mal Sachen fallen oder sowas. Dann gucken meine Söhne mich auch mit ganz großen Augen an, weil sie das natürlich auch selber nicht dürfen, irgendwas fallen lassen, aber mir passiert das manchmal.

Wollten Sie denn schon immer Lehrerin werden?

Nein, eigentlich nicht. Ich war mir nach dem Abitur nicht sicher, ob ich gerne Medizin oder Lehramt studieren wollte. Ich hatte dann aber die Möglichkeit, relativ zügig mal in die Schule reinzuschnuppern, durch einen Lehrauftrag und durch Leitung von AGs und Ähnlichem. Da hat sich für mich sehr schnell herausgestellt, dass das genau mein Fall ist und ich bereue diese Entscheidung auch keine Sekunde. Ich mache den Job unheimlich gerne und wenn ich Freunde sehe, die im medizinischen Bereich arbeiten, denke ich mir, Gott sei Dank, das war genau die richtig Entscheidung.

Sie haben ja schon gesagt, dass Sie Mathe, Bio und Theater unterrichten. Das ist doch jetzt auf Anhieb eine seltsame Kombi. Können Sie uns sagen, wie es dazu gekommen ist und was sie vielleicht am liebsten unterrichten?

Also zu Theater, ich habe früher selber in der Schulzeit unheimlich viel Theater gespielt und auch danach noch in einer Gruppe. Ich finde, dass Theater nochmal einen ganz anderen Zugang zu den Schülern bietet, als die sehr naturwissenschaftlich geprägten Fächer Mathe und Biologie. Man lernt die Schüler von einer ganz  anderen Seite kennen und deswegen finde ich dieses Fach als Ergänzung unheimlich schön. Mathe und Bio mag ich einfach beides gerne. Biologie schon immer irgendwie, Natur und Naturphänomene und all solche Sachen. Wie ist der menschliche Körper aufgebaut? Das war immer schon etwas, was mich fasziniert hat, deswegen ja auch die Idee, Medizin zu studieren. Mathematik unterrichte ich auch unheimlich gerne. Das habe ich in der Schule gern gemacht und ich habe viel Nachhilfe gegeben in dem Bereich, und da war es für mich irgendwie klar, dass ich das mache.

Fühlen Sie sich denn bisher wohl an unserer Schule?

Total. Ich finde, die Schüler sind unheimlich nett und das Lehrerkollegium auch. Natürlich dauert es immer seine Zeit, bis man so richtig angekommen ist an einer neuen Schule, aber da mache ich mir hier gar keine Gedanken, ich fühle mich schon sehr wohl.

Das ist schön zu hören. Welche Klassenstufen unterreichten Sie vorwiegend? Und da gibt es ja mit Sicherheit Unterschiede zwischen den höheren und den niedrigeren Stufen...

Ich habe jetzt Jahrgang 7, 8 und 10. In Jahrgang 7 und 8 habe ich zwei Klassen und in Jahrgang 10 eine Klasse. Im Moment unterrichte ich ausschließlich Biologie, weil ich im Grunde die Klassen von Herrn Stobbe übernommen habe, der ja jetzt gerade in Pension gegangen ist. Das ist klar, natürlich gibt es zwischen Jahrgang 10 und Jahrgang 7 Unterschiede. Man kann schon viel komplexere Dinge in Jahrgang 10 machen, weil der Zugang dafür da ist, das ist logisch.

Wir haben schon gehört, dass Sie nächstes Jahr Klassenlehrerin einer neuen fünften Klasse werden. Waren Sie den schon mal Klassenlehrerin?

Ja, ich war schon dreimal für eine fünfte Klasse Klassenlehrerin und ich fand das immer unheimlich spannend, diesen Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium mit den Kindern und Eltern gemeinsam zu gestalten. Das ist ja doch auch eine aufregende Zeit.

Ja klar, das ging uns früher auch so. Dann hätten wir zum Schluss noch eine Art Zukunftsfrage. Wo sehen Sie sich in etwa zehn Jahren?

Ich hoffe darauf, endlich mal wieder durchzuschlafen. Ich habe ja, wie gesagt, zwei kleine Kinder. Wo sehe ich mich sonst? Dass ich Lehrerin bleibe, ist für mich gesetzt. Ich vermute auch, dass ich weiterhin in Hamburg bin und alles Weitere, das lasse ich jetzt mal auf mich zukommen. Dann habe ich auch meine Kinder auf einem Gymnasium oder auf einer weiterführenden Schule in zehn Jahren, aber wahrscheinlich nicht hier, weil wir zu weit weg wohnen. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Aber auf jeden Fall bin ich weiter in dem Beruf und ich denke, auch weiter an dieser Schule.

Gut, dann vielen Dank für dieses Interview!

Gerne.

 
 

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