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Ruheraum vs. Spieleparadies

Erstes Treffen der Studienzentrum-AG

Am 10. Februar fand von 15:00 bis 16:30 Uhr das erste Treffen der Studienzentrum-AG in der ehemaligen Oberstufenbibliothek, dem jetzigen Studienzentrum, statt. Geleitet wird die neu eingerichtete Arbeitsgruppe von Frau Tölke, die zusammen mit den anderen Mitgliedern versuchen will, genau diesen Raum besser zu nutzen.

Am Anfang stellten sich die Teilnehmer einzeln vor: Einige Lehrer sowie Herr Borck und die Eltern, die bisher schon in den Pausen den Bibliotheksdienst geleistet haben, wollen sich zugunsten des Raumes engagieren, in der Hoffnung, dass er wieder mehr genutzt wird – nicht nur von den Oberstufenschülern, sondern auch von den Jüngeren.

Bisher war das Studienzentrum täglich (außer freitags) von 7:30 bis 14:00 Uhr geöffnet und stets durch einen freiwilligen Helfer, meistens Eltern von unseren Schülern, besetzt, sodass in diesem Zeitraum rund um die Uhr Schüler Bücher ausleihen oder einen Ansprechpartner finden konnten. Eine der Helferinnen der Bibliothek brachte das Problem auf den Punkt, indem sie sagte, dass der Raum weitestgehend wie tot wirkt und sie gerne wieder mehr zu tun hätte.

In den Pausen kommen auch tatsächlich Schülerinnen und Schüler, meistens der fünften bis siebten Klassen, um einen ruhigen Rückzugsort zum Lesen zu genießen oder um sich eins der Gesellschaftsspiele auszuleihen und eine spaßige halbe Stunde damit zu erleben. Zusätzlich wird das Studienzentrum auch als stiller Raum zum Nachschreiben von Arbeiten genutzt oder für die Förder- und LEBL-Kurse unserer Schule.

Beim Treffen der AG wurde sehr schnell klar, dass ein deutlicher Interessenkonflikt besteht, was die zukünftige Nutzung des Raumes angeht: Soll es wirklich ein Studienzentrum sein, wo die Schüler zum Lesen, Lernen und im Internet Recherchieren Ruhe finden oder soll ein gemütlicher und heimischer Ort entstehen, an dem die Schüler laut sein und Spiele spielen können? Diesen Spagat zwischen zwei so unterschiedlichen, aber doch auch jeweils gewünschten Zielen müssen die AG-Mitglieder hinbekommen, wenn sie möglichst viele Schüler anlocken wollen.

Bei der Diskussion konnten schnell weitere Probleme aufgezeigt werden: Wie muss zwischen Pausen- und Unterrichtszeit in der Nutzung des Raumes unterschieden werden? Soll in den Pausen weiterhin die Möglichkeit bestehen, sich Spiele auszuleihen? In diesem Fall könnte allerdings, zumindest während dieser Zeit, keine ruhige Atmosphäre herrschen. Als Lösung hierfür gab es zwei Ideen: Zum einen könnte das neue Schülercafé, der Kleine Heinrich, das bald eröffnen soll, genutzt werden, um dort die Spiele zu spielen. Zum anderen könnten die Räume vor dem Studienzentrum, von Herrn Borck „Aquarien“ getauft, als Dämpfer des Spiellärms herhalten. Doch was wäre dann mit den Computern, die bisher dort standen? Was wäre mit den Schulsprechern, die dort ihr Sprechzimmer haben?

Auch müsste die ganze Raumstruktur verändert werden, wenn ein ruhiger Rückzugsort entstehen soll: Wir bräuchten mehrere kleine Tische statt des bisherigen großen, doch dieser große Tisch würde auch gleichzeitig nur ungern aufgegeben werden, da er regelmäßig für Kurse oder auch Besprechungen, wie eben zum Beispiel das Treffen der Studienzentrum AG, genutzt wird.

Außerdem besteht der Wunsch, die doch relativ kleine Büchersammlung zu erweitern: Fachbücher, aber auch welche zum in der Pause Schmökern. Dazu könnten zum Beispiel eifrige Leser gefragt werden, welche Bücher unbedingt zusätzlich in die Bibliothek gehören, gleichzeitig aber auch, welche vielleicht inzwischen aussortiert werden könnten. Und wie sollen die Bücher dann neu sortiert werden? Fachbücher nach Schulfächern? Andere nach Genre? Auch die Idee, ein „Book to Go“ oder „Take & Bring“-Regal aufzustellen, kam. Dort würden dann alte Bibliotheksbücher stehen, die Schüler im Austausch für ein eigenes Buch mitnehmen und behalten dürfen. Auch bei der Frage zum Thema Bücher ist es wieder Ziel möglichst viele Schüler aus allen Stufen anzulocken.

Insgesamt wurde deutlich, wie viel wirklich noch zu klären und zu besprechen ist und welchen Weg die Studienzentrum AG noch zurücklegen muss, aber es gab auch schon einige Schritte in die richtige Richtung und gute Ideen, die jetzt nach und nach umgesetzt werden. Die Bereitschaft, sich zu engagieren und etwas zu verändern, ist auf jeden Fall da. Wir werden die Fortschritte der AG im Blick behalten und freuen uns schon auf das neue und perfektionierte Studienzentrum.

 
 

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