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Und Cut!

Vom einfachen T-Shirt zum Kunstobjekt

Niemand hat es gerne, niemand zeigt es gerne: Ein Loch im Stoff. Was für viele Modefans und Fashionvictims der Alptraum schlechthin ist, ist für den niederländischen Künstler Roy Villevoye ein berührbares Kunstwerk. In den 90er Jahren ist er nach Neuguinea gereist um bildlich festzuhalten, wie Menschen des indonesischen Asmatvolkes gespendete, alte T-Shirts durch das lange Tragen und durch die durch Abnutzung entstehenden Löcher und Schlitze zu etwas Neuem „umgestalteten“.

Nach diesem Einstiegsbeispiel haben wir, das 3. Profil der 12. Klassen, uns im Kunstunterricht bei Frau Volkmann an das Thema Modedesign herangewagt. Mit Scheren und Cutter-Messern bewaffnet sollten wir ein altes T-Shirt in ein tragbares Kunstobjekt verwandeln. Von hysterischen Anfällen über unversehrten Stoff bis hin zum triumphierenden Aufblitzen der Schere war bei der praktischen Umsetzung alles dabei. Es wurde geschnitten, geknotet, gerissen und geflochten.
Die fertigen T-Shirts, oder vielmehr das, was von ihnen übrig war, konnten sich sehen lassen: unzählige Variationen von Löchern, Schlitzen, Fransen und Kordeln; Smileys, die bei jeder Bewegung des Trägers ihr Grinsen verzogen und vieles mehr ist in kürzester Zeit entstanden. Bis auf die anfängliche Hemmung den ersten Schnitt zu wagen, waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Und das Besondere an unseren Werken? Jedes T-Shirt ist eine Eigenkreation, ein Unikat. Ein Kunstwerk zum Anfassen. Welches „ordinäre“ T-Shirt im Laden kann das heutzutage von sich behaupten? Was ein paar Löcher so alles bewirken können...

Laura David, S3, Profil 3

Fotos von Masha Toussaint, Matilda Skiba
Panormafoto von Lovely Enebechi

 
 

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