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Monica in der großen grünen Stadt

Interview mit der Austauschschülerin aus Winnipeg, Kanada

 

Homepage: Hallo Monica. Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast.

Monica: Gerne.

Woher kommst du?

Ich komme aus Winnipeg in Kanada.

Und wie lange bleibst du in Deutschland?

Ich bin schon einen Monat hier und bleibe noch zwei.

Bei wem wohnst du?

Ich wohne bei Inga aus der 10/3, hier in Poppenbüttel.

Wie gefällt es dir dort?

Sehr gut! An Hamburg gefällt mir sehr gut, dass es so grün ist. Überall sind so viele Bäume.

Ist Winnipeg nicht so grün?

Doch! Aber Hamburg ist so eine große Stadt und ich dachte, es würde so wie eine große Stadt riechen und schmutzig sein, aber es sind überall Bäume und Wasser und Wanderwege und das finde ich sehr schön.

War die Umstellung von Kanada hierher groß?

Nein, nicht so groß. Also mit der Zeit, das sind sieben Stunden, war das nicht so schwer. Die Kultur ist ein bisschen anders, aber die Umstellung ist nicht so schwer, wie ich es mir vorgestellt habe.

Findest du hier irgendwas komisch, wie sich Leute benehmen, oder was sie machen?

Ich finde es komisch, wie alle Leute immer „geil“ sagen. (lacht)

Wie lange sprichst du schon Deutsch? Du sprichst ja schon ziemlich gut.

Danke. Meine Eltern haben angefangen mir Deutsch beizubringen, als ich klein war, so dass ich es auf die Dauer nicht vergesse und es später einfacher in der Schule habe. Also spreche ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang Deutsch.

Findest du etwas an der Schule hier besser oder schlechter als in Kanada?

Entschuldigung, aber teilweise ist es ein bisschen schlechter als in Kanada, weil die Stunden so lang sind und ich mich dann manchmal nicht mehr konzentrieren kann. Unsere Stunden sind eine Stunde lang, nicht eineinhalb und wir haben nicht immer so eine lange Pause dazwischen. Wir haben drei Stunden und dann eine Mittagspause und dann noch zwei Stunden. Aber ich denke die Schule ist auch ein Weg zu sehen, dass es eben unterschiedliche Kulturen sind.

Was machst du denn hier in deiner Freizeit, also in Deutschland?

Ich laufe viel und kann meine Oboe spielen. Zuhause bin ich immer so beschäftigt. Hausaufgaben, ich bin in zwei Chören, einem Orchester, einer Band und einer Jazzband. Ich hab jeden Tag ein oder zwei Sachen. Aber hier muss ich nur zur Schule, kann nach Hause gehen, in der Sonne sitzen oder lesen. Das finde ich sehr schön.

Also ist das eine kleine Auszeit hier für dich?

Ja, genau.

Fühlst du dich denn hier schon wohl, oder ist alles noch ein bisschen fremd?

Ich fühle mich schon wohl! Allerdings in der Schule noch ein bisschen fremd, weil ich nicht weiß, wo die Räume sind und ich von den Leuten in der Klasse noch nicht alle Namen kenne.

Hast du irgendwas hier in Hamburg oder in ganz Deutschland, was du noch unbedingt sehen möchtest?

Ich möchte unbedingt die Berliner Mauer besuchen, also ein Stück davon und ein Konzentrationslager, weil wir sowas nicht in Kanada haben und ich finde es sehr wichtig, etwas über den 2. Weltkrieg zu lernen, damit sowas nicht wieder passiert.

Hast du schon ein deutsches Wort gelernt oder ein Wort, von dem du nicht wusstest, dass wir es so oft benutzen?

„Grauenhaft“ und „geil“ und „bombastisch“.

Ja, grauenhaft sagt Inga immer. Das sagen wir eigentlich nicht so oft.

Ja stimmt. Meine Mutter aus Kanada ist gerade hier und wir haben Freunde in Bielefeld, die sie besuchen wollen und dann hat Ingas Vater gesagt: Bielefeld ist so grauenhaft.

Dann vielen Dank für das Interview.

Bitteschön!

 
 

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