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Heine hakt nach: Seenotrettung im Mittelmeer

Gäste: Anja Hajduk, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen, Michael Buschheuer, Gründer der Flüchtlingsrettungsorganisation „Sea-Eye“, Gorden Isler, Vorstand von „Sea-Eye“, Maik Lüdemann, Filmemacher

Mit einer neuen Veranstaltungsreihe,  "Heine hakt nach", will das Heinrich-Heine-Gymnasium seine Türen für politisch und gesellschaftlich Interessierte öffnen: Oberstufenschüler haken bei sachkundigen Gästen zu aktuellen gesellschaftlich relevanten Themen nach und diskutieren mit ihnen.  

Am Montag, den 9.4, ging es um die Seenotrettung im Mittelmeer. Wie ist die Situation für Flüchtlinge und Retter? Was passiert eigentlich in Libyen? Welche Handlungsmöglichkeiten haben die Politiker im Bundestag? Den Fragen von Mia Krohn, Julia In, Luc Weilandt und Jonas Klinko aus dem  gesellschaftswissenschaftlichen Profil der Oberstufe stellten sich die Bundestagsabgeordnete Anja Hajduk (Bündnis 90/Die Grünen), der Gründer der Flüchtlingsrettungsorganisation „Sea-Eye“ Michael Buschheuer, sowie der Gorden Isler, Vorstand von „Sea-Eye“, und der Filmemacher Maik Lüdemann. Seine Reportage "Minden Replying" über einen Rettungseinsatz im Mittelmeer ging den Fragen der Schüler an ihre Gäste voran. Die Schüler hatten sich auf die Gäste gut vorbereitet und interessierten sich vor allem für die Motivation der Flüchtlingshelfer, sich für Flüchtlinge einzusetzen, aber auch für die veränderte Situation im Mittelmeer, seit Libyens Küstenwache eingeschaltet wurde.

Zurzeit kämen zwar weniger Flüchtlinge über das Mittelmeer, von diesen ertränken aber prozentual mehr als im vergangenen Jahr, berichtete Michael Buschheuer. Den in Seenot geratenen Flüchtlingen müsse geholfen werden und die Rückführung nach Libyen unter den dort herrschenden Bedingungen sei unter dem Aspekt der Humanität keine zu vertretende Lösung. Einig waren sich die Gäste darin, dass es für den Umgang mit den Strömen der Flüchtlinge nach Europa aber auch keine einfache Lösung gäbe. Es sei ein „Jahrhundertprojekt“, so die Grüne Anja Hajduk. In dieser ganzen Situation könne es „kein Happy End“ geben, so Michael Buschheuer. Auf Nachfrage aus dem Publikum, wie die denn ganz persönlich mit der umschlagenden Stimmung in der Bevölkerung und der zunehmenden Ablehnung von Flüchtlingen umginge, war die Antwort eindeutig: "Ich werde ganz bestimmt nicht den Kopf in den Sand stecken", so Anja Hajduk.

 
 

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