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Hela und das HHG: ein Zukunftsprojekt

Zukunftsprojekt in den „Hela Gewürzwerken“ im Rahmen der Jugendinnovationswoche „Jugend denkt Zukunft“

hela-gruppe-kleinWie sieht Ketchup im Jahre 2020 aus und wie wird er vermarktet?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums aus Hamburg, Poppenbüttel.

 

Während der vergangenen Woche hatten sie die Möglichkeit das „Hela“-Werk in Ahrensburg und deren Produkte genauer kennenzulernen. Dabei kooperierten, innerhalb des Wirtschaftsprojektes „Jugend denkt Zukunft“, Schule und Wirtschaft miteinander. Mit verschiedenen Methoden tasteten sich die Schüler nach und nach an die heute vorgestellten Ergebnisse heran.

Nach der Überwindung der ersten Schwierigkeiten bezüglich der Busverbindung begann die Woche mit einer Einführung in die Thematik „Zukunft“. Dazu machten sich die Schüler mit den so genannten Mega-Trends vertraut. In vier Kleingruppen beschäftigten sie sich mit den Fragen nach Individualisierung und Selbstbestimmung, Ressourcenverteilung auf der Welt, dem demographischen Wandel, sowie Menschen und Wirtschaft. Was sich hier auf dem Papier ein wenig trocken anhört, wurde in Kurzbeiträgen spannend durch die Mitschüler gegenseitig erklärt und mittels eines Plakats mit interessanten Fakten verdeutlicht.

hela-praesentation2kleinAllerdings ging es bei dem Projekt nicht nur um den Inhalt der jeweiligen Präsentationen, sondern auch um den Vortrag. Durch eine auffrischende Mind-Map mit Tipps zum Vortragen und durch konstruktive Feedbacks gelang es mittlerweile allen Schülerinnen und Schülern, sich in ihrer Fähigkeit, eine Präsentation ansprechend und gut zu gestalten zu verbessern.

Am zweiten Tag wurde der erste Zusammenhang zwischen der Schule und der Firma „Hela“ hergestellt.

Der konkrete Einstieg in das Thema „Ketchup“ und seine Vermarktung geschah mit einer Kritikphase, in der alle möglichen Probleme und Nachteile des Produktes durch ein Brainstorming gesammelt wurden. Daran anschließend durchliefen alle Schüler eine Phase voller Wünsche, Visionen und Träumereien, in der alles möglich war und möglich gemacht werden konnte. So entstanden Sprühketchup, Ketchup in Flaschen mit Seifenspender-Deckel und Werbespots. Um sich wirklich in die Situation eines Forschers, Marketingbeauftragen oder Vertriebsleiters von „Hela“ versetzen zu können, war es wichtig für die Schülerinnen und Schüler sich genauer über die Firma zu informieren. Genau dies geschah am dritten Tag: Mehrere Mitarbeiter von „Hela“ nahmen sich die Zeit interessante Vorträge zu halten und den Schülerinnen und Schülern ein vieles umfassendes Bild von dem Unternehmen zu vermitteln.

Die Firma produziert und vertreibt nach eigenen Angaben weltweit Ketchup, Gewürzmischungen, Gewürzsaucen, Rohgewürze für die Fleischverarbeitung und vieles mehr. Seit 103 Jahren existieren die „Hela“ Gewürzwerke und inzwischen hat die Firma die Marktführung im Bereich Gewürzketchup auf dem deutschen Mart übernommen. „Hela“ legt großen Wert auf die Qualität ihrer Produkte.

Tag vier sollte dann der alles entscheidende Tag werden. Die Entwicklung der Produkte gebührte in die entscheidende Phase zu gehen. Innerhalb eines Planspieles wurden neue Produkte entwickelt, diese kritisiert, umgedacht und überarbeitet. Letztendlich entstanden drei neue Produkte, die am 23. Januar 2009 auf der Zukunftsmesse vorgestellt werden. Ob die Produkte eine Zukunft haben? Lassen sich manche Trends tatsächlich schon mehrere Jahre im Voraus richtig einschätzen? Und wie wird dann Ketchup wirklich im Jahr 2020 aussehen?

Was ist eigentlich „Jugend denkt Zukunft“?

Bei dem Projekt engagieren sich Unternehmen als Paten für Schulen und begleiten das jeweilige Innovationsspiel, in dem Jugendliche Produkte und Dienstleistungen für die Welt von morgen entwickeln. Bundesweit haben Unternehmen aller Branchen bereits rund 450 Patenschaften für Schulen übernommen.

Bundesweiter Pate für das Projekt ist die Wrigley GmbH.

Ergebnisse aus dem Planspiel, oder wie „Helas“ Produkte von morgen aussehen könnten

Drei neue Ideen, drei neue Erfindungen, drei neue Produkte und viele neue Möglichkeiten.

„Wir wollen mit unserer Qualität überzeugen“, sagte das Unternehmen Hela Trend in einem Interview. Hela Trend fühlt sich besonders zuständig für die Sicherung der Firma auf dem Markt. Gerade auf dem deutschen Markt möchte das Unternehmen die gute Stellung, als Marktführer, beibehalten. Außerdem sollen Märkte in den USA und Australien erschlossen bzw. erweitert werden. „Die beiden Länder sind schließlich eindeutige Grill-Länder“, erklärte der Marketingbeauftragte der Firma. Neue Produkte, die in das Sortiment aufgenommen werden sollen, sind deshalb Grillsaucen. Die Zielgruppe von Hela Trend sind besonders junge Menschen, die viel und gerne grillen. Diese sollen durch Geschmacksproben auf der Straße und „Hela-Grill-Stände“ bei Musikevents von den neuen Produkten überzeugt werden. „Unser Ziel ist alle Trends abzudecken und unsere Produkte auch in Australien und den USA zu verkaufen“ ergänzte der Geschäftsführer. Doch nicht nur die Firma selbst schien von ihrer neuen Idee überzeugt, sondern auch die NGO (Non-Goverment Organisation) gab ein lobendes Urteil ab: „Eine ganz neue Marketingstrategie mit Potenzial“.

Des Weiteren äußerte sich die NGO über das nächste Projekt, über die Geschäftsidee des zweiten Unternehmens: „Sehr guter Aufbau des Konzeptes!“ Das Unternehmen HELA Task Force beschäftigte sich mit der Frage nach dem demographischen Wandel und der Individualisierung. Deshalb kamen sie auf die Idee eine geteilte Flasche einzuführen, in der zwei verschiedene Produkte enthalten sein werden. „Mit dieser Flasche wollen wir einerseits Singles ansprechen, die auch gerne unterschiedliche Produkte probieren wollen ohne große Mengen einer Geschmackssorte übrig zu haben.“ Zusätzlich sollen auch Familien angesprochen werden, in denen auch nicht jeder den gleichen Geschmack hat. „Dennoch steht der Wiedererkennungswert des Produktes an erster Stelle“, teilte das Unternehmen mit.

Auch das dritte Projekt hat sich mit der Idee einer geteilten Flasche mit Wiedererkennungswert auseinandergesetzt. Hela Generations sagte dazu: „Wir möchten umweltbewusst produzieren und auch gerne fairen Handel betreiben.“ Dem Unternehmen ist klar, dass dies einen Kostenfaktor darstellt, der bedacht werden muss. Deshalb möchte Hela Generations sich gerne mit einer anderen Firma zusammenschließen und eine gemeinsame Kampagne starten, bei der eine Win-Win-Situation entstehen soll, bei der einerseits für „Hela“ Werbung gemacht werden soll und bei der sich andererseits „Hela“ für die Umwelt einsetzt.

Insgesamt haben die Unternehmen sehr durchdachte Konzepte entwickelt, bei denen sie dank Markt- forscher professionell beraten wurden. Alle dürfen gespannt sein, ob es nicht wirklich bald auf dem Markt eine geteilte Ketchupflasche geben wird oder ob tatsächlich in den nächsten Jahren der amerikanische Markt erschlossen werden kann. Aber wir werden es abwarten müssen, denn wie viel man auch über die Zukunft spekulieren mag, letztendlich kann man doch immer erst im Nachhinein feststellen, ob man mit seinen Erwartungen richtig lag. Trotzdem ist die Zukunftsmesse natürlich ein guter Schritt in die richtige Richtung, um sich auf all das Neue wenigstens ein wenig vorbereiten zu können. Genau damit sich etwas verändern kann, brauchen wir Innovation und jeder kann seinen Teil zu einer guten Zukunft beitragen.

Johanna Ettemeyer, Jan Niklas Schulenburg und Mona-Alice Hey