Willkommen am Heinrich-Heine-Gymnasium Hamburg!

Frankreich-Austausch 2005 – Gegenbesuch

Bei der Ankunft der Deutschen in Saint Malo sah man nur lachende Gesichter. Wie sollte es auch anders sein?! Das Wetter war sehr gut, die Schule war schön und alle wollten natürlich sofort mit den Austauschschülern an den Atlantik-Strand. Am liebsten gleich ins Wasser springen. Aber in der Woche in Saint Malo sollten wir noch genug Zeit am Strand verbringen. Als erstes ging es von der über hundert Jahre alten Schule zu den Familien nach Hause, wo man erst einmal seine Taschen lassen konnte und die Eltern kennen lernen konnte. Am nächsten Tag sind die Deutschen auf die Klassen aufgeteilt worden und haben erlebt, wie ein Schultag in Frankreich abläuft und wie die Klassenzimmer im Vergleich zu Deutschland aussehen.
Erst mal sind die Stunden in Frankreich immer eine Stunde lang und es ist auch sehr ruhig, da die Lehrer sehr viel Wert auf Disziplin legen. Die Klassenzimmer sehen nicht sehr viel anders aus als die deutschen. Außer, dass in jedem Zimmer ein Kreuz über der Tafel hängt und die Möbel etwas älter sind als die auf unserer Schule. Und natürlich die Atmosphäre auf dem Schulhof ist für diejenigen, die es nicht gewohnt sind, traumhaft mit den Lachmöwen und auch der alten Schule. Am Wochenende sind viele mit den Franzosen an den Strand gegangen und noch in das “Grand Aquarium”, ein Aquarium mit einem Tauchboot und vielen großen Becken. Am Strand konnte man entweder am Wasser wandern, mit den anderen Fußball spielen oder sich einfach nur in den Sand legen. Einige abgehärtete Franzosen und, zu unserer Überraschung, auch ein paar Deutsche sind in den eiskalten Atlantik gesprungen. Im Allgemeinen hatten alle sehr viel Spaß. Am Sonntagabend wurde noch ein Geburtstag gefeiert, um dann nachher übermüdet in sein Bett zu schlüpfen. Was aber bei manchen auch nicht so einfach war, da dieses französisch bezogene Betten waren, wo man oben hineinkriecht. In der kommenden Woche wurde dann noch das Weltwunder “Mont Saint- Michel” und eine wunderschöne, mittelalterliche Stadt besichtigt. Aber anstatt einer Führung durch den Mont Saint-Michel haben sich die Lehrer überlegt eine Rallye zu machen, die dann in der Schule besprochen wird. Einen anderen Vormittag ging es auch auf den “Tour Solidor”, der von fast der ganzen Küste aus zu sehen ist. Außerdem lernten die Deutschen in der Zeit den bretonischen Volkstanz. Sie mussten zwar nicht die Kleidung anziehen, aber trotzdem schafften sie es die Halle innerhalb einer Stunde auf 30 Grad aufzuheizen. Am nächsten Tag sind sie dann noch an der Küste entlang gelaufen. Dabei war zwar einigen kalt, aber im Grund genommen war es sehr warm in Saint Malo und wir hatten gutes Wetter. Der Abschied war, wie auch schon bei der Abfahrt in Hamburg, sehr traurig. Nur mit dem Unterschied, dass man sich danach nicht offiziell wieder sieht. Es haben sich zwar schon ein paar Franzosen für die Sommerferien in Hamburg angesagt, aber ob das etwas wird, weiß auch noch keiner hundertprozentig. Jedenfalls freuen sich alle auf ein Wiedersehen in Saint Malo oder Hamburg.