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Die Kletter – AG

 

Wenn man die Kletter-AG besucht, sieht man zuerst viele begeisterte Fünft- und Sechstklässler, die einen verdutzt anstarren und fragen, wer man sei, und ob man denn auch einmal klettern wolle. Es herrscht eine sehr fröhliche und freundliche Stimmung. Jetzt kommt Herr Feldhaus mit der Ausrüstung und jeder sucht sich den passenden Gurt. Es wird sehr darauf geachtet, dass alles gut sitzt, jedes Seil wird doppelt überprüft, damit nichts schief geht und jeder hilft jedem, so gut er kann. Auch ältere, erfahrenere Schüler stehen mit Rat und Tat jederzeit zur Verfügung.


Meine erste Frage: Seit wann besteht die Kletter- AG?

Herr Feldhaus: Seit ungefähr 10 Jahren. Ich glaube, wir haben jetzt 10-jähriges Jubiläum. Ja, vor 10 Jahren haben wir die Wand gebaut. Selbst gebaut!!

Wie viele Teilnehmer besuchen die Kletter- AG durchschnittlich?

Herr Feldhaus: Es sind 5-20 Personen. Es ist immer jemand hier.


Ist die Teilnahme altersabhängig?

Herr Feldhaus: Eher das Interesse. Das Interesse ist bei den Fünft- und Sechstklässlern am größten und dann lässt es mit zunehmendem Alter nach. Ein paar sind immer dabei, die das Klettern als Sport für sich entdecken und dann doch noch weiter machen und danach auch in einen Verein eintreten, z.B. hier im Kletterzentrum Lokstedt klettern.


Also besuchen fast nur jüngere Kinder die Kletter- AG?
Herr Feldhaus: Es sind überwiegend Jüngere. Aber einige bleiben dabei und merken, “Klettern ist genau mein Ding”. Auf Dauer ist das hier natürlich nicht so spannend, da wir in den „Kletterrouten“ eingeschränkt sind. 5 Jahre nacheinander macht man das eigentlich nicht mehr so gerne.


Finden auch Wettkämpfe mit anderen Schulen oder Klettervereinen statt?

Herr Feldhaus: Jedes Jahr finden Wettkämpfe statt, d.h. Schulmeisterschafften. Dort gibt es Mannschaftswertungen und Einzelwertungen. Das sind in Hamburg um die 10 Schulen, die dort gegeneinander antreten. Bei den diesjährigen Wettkämpfen haben wir beide Mannschaftswertungen gewonnen.


Gab es auch schon Unfälle hier an der Kletterwand?

Herr Feldhaus: Nein, noch nie! Sicherheit hat hier oberste Priorität. Darum lernen die Kinder von Anfang an alle Sicherheitsaspekte, z.B. lernen sie zu sichern, lernen die Knotentechnik und sind füreinander verantwortlich. Sicherheit ist sehr wichtig.

Was hat sie selbst dazu bewegt, eine Kletter- AG zu gründen?

Herr Feldhaus: Ich bin sehr gern in den Bergen gewandert. Dort waren wir einige Male zum Bergsteigen, wo ich das Klettern kennen- und schätzen gelernt habe. Dann habe ich gesehen, dass es möglich ist, aus einer langweiligen Wand eine Kletterwand zu bauen. Das hat den Kindern Spaß gemacht, und das hat mir auch Spaß gemacht.
Daraufhin habe ich mir überlegt, wie können wir hier an der Schule eine Kletterwand bauen. Mit ein paar Schülern und dem damaligen Hausmeister haben wir dann jeden Nachmittag, 4 Monate lang, hier gewirbelt und die Wand gebaut.


Also besteht auch ein privates Interesse?

Herr Feldhaus: Ich klettere selber wenig, ich gehe schon mal Bergsteigen, aber das Klettern selber? Ich organisiere und sichere lieber mittlerweile.


Noch eine Frage, was ist für die Zukunft geplant?

Herr Feldhaus: Wir werden hier weitermachen, wir können aber kaum erweitern. Im nächsten Jahr werden wir hier wahrscheinlich sanieren, weil hier Holz verarbeitet ist. Holz ist witterungsanfällig. Da müssen wir irgendetwas erneuern. Aber erweitern? Mal schauen-. Ich hoffe, dass wir irgendwann mal wieder in die Berge kommen.

Also richtige Ausflüge und Reisen mit der Kletter- AG ?

Herr Feldhaus: Wir haben früher 10 Jahre lang ein Oberstufenprojekt gemacht, zum Bergsteigen und Klettern in den Alpen. Das ist jetzt nicht mehr möglich, weil die Projekte an die Leistungskurse gebunden sind, und einen Leistungskurs Klettern gibt es leider nicht. Aber ich hoffe, dass wir noch einmal demnächst mit einer Gruppe in den Harz fahren und dort richtig am Fels klettern.

Das ist zu hoffen. Vielen Dank für das Interview.

Die Kletter-AG findet jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr im Innenhof des H-Gebäudes statt.